Zu Besuch beim Vespaclub Algund

Bernd hat sich mal wieder Mühe gegeben und einen tollen Erlebnisbericht und ein geniales Video von unserer Ausfahrt des Vespaclub Ulm zu unseren Freunden des Vespaclub Algund geschrieben. Herzlichen Dank dafür und wir brennen bereits auf den nächsten Besuch! 🙂

Viele weitere tolle Fotos gibt es hier zu sehen:
http://www.vespaclub-ulm.de/fotos/

Zu Besuch beim Vespaclub Algund „Alagumna“ Südtirol 02. – 04. Juli 2016

Zu Besuch beim Vespaclub Algund „Alagumna“

Südtirol 02. – 04. Juli 2016

Algund, ein Ort mit rund 4.900 Einwohnern, vor den Toren Merans in Südtirol gelegen, war das Ziel unserer zweiten Südtirol-Tour innerhalb von 5 Wochen. Der hiesige Vespaclub „Alagumna“

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hat zum Vespatreffen geladen und wir sind der Einladung natürlich gefolgt. Wir haben uns auf den Weg gemacht, drei wunderschöne Tage in der Region zu verbringen.

Samstag 02. Juli 2016. Krumbach, Aral Tankstelle, 6:45 Uhr war ausgemacht als Treffpunkt und pünktlich zur abgemachten Zeit trafen Norbert, Martin und Jürgen ein. Wer noch musste, machte seinen Tank voll und kurz vor 7:00 Uhr ging es dann schon los Richtung Süden. Die Strecke war im Vorfeld schon ausgemacht und so fuhren wir frisch drauf los, Richtung Mindelheim. Kaufbeuren und Marktoberdorf ließen wir links liegen und erreichten zügig Nesselwang, wo wir auch schon wieder tanken mussten. Über Pfronten kamen wir dann in´s Tannheimertal,
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vorbei am Haldensee und den Gaichtpass hinab ins Lechtal. Den ersten Pass hinter und den Zweiten vor uns, ging es zunächst am Lech entlang nach Elmen und dann hinauf auf das Hantenjoch.

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Kurze Pause, Fotos machen, Füße vertreten und schon ging es weiter, bergabwärts nach Imst. Beim Blick auf die Wolken verhangenen Ötztaler Alpen, verwarfen wir den Plan, das Timmelsjoch als Abkürzung zu nehmen und bogen rechts ab, mit dem Ziel Reschenpass. Kurz vor dem Reschen nochmals voll tanken und dann hinauf auf den Paß.

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Ein unangenehmer, starker Wind wollte uns den Spaß verderben aber schnell haben wir über die Paßhöhe Italien erreicht und ein paar Kilometer weiter, am Rastplatz Haidepark gönnten wir uns einen Cappuccino. Weiter ging es durch das Vinschgau Richtung Meran, in Forst dann nicht links weg nach Algund, sondern erst mal rechts ab und über Marling nach Lana.

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Die uns so vertraute Pension Unteranger war wieder mal für diese Tage unsere Unterbringung und der Empfang wie gewohnt herzlich. Es bedarf dann nicht vieler Worte und jeder macht automatisch das was man immer macht: Gepäck abladen, Zimmer beziehen, kurze Hose an um dann eine Stunde später, abfahrbereit auf der Vespa zu sitzen. Der Plan war, eine kurze Runde zu drehen und dann beim Christian in der Buschenschenke, mit einer Südtiroler Brotzeit den ersten Hunger zu stillen.

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Gegen den großen Hunger gab es dann am Abend eine Pizza und abschließend dann noch ein Eis in der örtlichen Eisdiele.

Sonntag 03. Juli 2016. 8:00 Uhr Frühstück stand auf dem Plan und jeder war anwesend, allerdings nicht zum Frühstück.

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Norbert, Martin und Jürgen wienerten ihre Vespas auf Hochglanz und nachdem auch die letzte Fliege vom Lack gekratzt war saßen wir endlich auf der Terasse in der Sonne und haben das leckere Frühstück genossen. Danach war noch jede Menge Zeit für eine morgendliche Tour, bevor wir nach Algund zum Treffen fuhren. Erst mal wieder tanken und dann ging es nach Tramin, um einen Bekannten von Norbert und Martin zu besuchen.

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Dieser war aber leider nicht zu hause und so ging es wieder zurück nach Lana und von dort nach Algund zum Treffen. Es macht einfach einen riesen Spaß in dieser traumhaften Landschaft, bei Sonnenschein und 30° C durch die idyllischen Dörfer, Weinberge und Obstplantagen zu fahren. Gegen 11:00 Uhr trafen wir dann in Algund auf dem Festgelände ein und der Anblick war der Wahnsinn.

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Es waren schon hunderte Vespas vor Ort und wir hatten Mühe, mit unserer kleinen Gruppe noch einen schönen Stellplatz zu ergattern.

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Was der Algunder Vespaclub da auf die Beine gestellt hat verdient eine riesen Anerkennung. Alles war top organisiert und es fehlte den Besuchern wirklich an nichts. Bei all den vielen, schönen Vespas die auf dem Platz waren wurde es nicht langweilig und ehe wir uns versahen stand auch schon die kleine Ausfahrt an. Laut Zählung des Vespaclubs Alagumna waren ca. 450 Vespas zum Treffen gekommen und diese setzten sich jetzt alle in Bewegung. Es ging wie vor 5 Wochen wieder dieses wahnsinns geile Sträßchen, gefühlt alles 5 Meter eine Kurve, hoch nach Dorf Tirol,

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am Eingang des Passeiertals hinab nach Meran, durch die Altstadt von Meran und wieder zurück nach Algund. Winkende und freundlich lächelnde Passanten säumten die Strecke und diese Ausfahrt wurde zu einem weiteren, unvergesslichen Erlebnis. Am Festgelände wieder angekommen stand noch die große Verlosung von 3 Vespas und vielen Sachpreisen aus und diese rundete dann den top organisierten Tag auch noch gekonnt ab. Was für ein Wahnsinn, was für Eindrücke.

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Bei uns Ulmern stand jetzt nochmals Tramin auf dem Plan und so nahmen wir den Weg dort hin auf der alten Weinstraße. Unterwegs stießen wir dann noch auf eine größere Gruppe von Vespas der wir uns anschlossen, bis uns der Weg kurz vor Bozen trennte. In Tramin angekommen kehrten wir im G’würzerkeller ein und danach besuchten wir nochmals den Bekannten von Martin und Norbert, der für uns seine Tiefgarage öffnete und uns seine (Vespa)Schätze zeigte. Auf der Rückfahrt nach Lana ließen wir nochmals im Kopf den Tag revue passieren, kühlten uns dann im Pool äußerlich ab und dann anschließend in unserer Eisdiele zusätzlich innerlich. Jeder von uns ist sich sicher: Es hat sich total gelohnt und wir haben alles richtig gemacht.

Montag 04. Juli 2016. Der Tag der Abreise und wir haben wieder eine atemberaubende Tour vor uns. Zunächst steht wieder erst einmal ein leckeres Frühstück auf dem Plan und dann das Packen und Beladen unserer Vespas. Natürlich darf niemand von uns ohne Präsente aus Südtirol zurück kommen und so geht es zuvor noch zum Einkaufen. Die Vespas haben wir noch am Abend zuvor betankt und so können wir dann schließlich die Heimreise antreten. Es geht über die alte Weinstraße nach Meran und von dort weiter ins Passeiertal.

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Vor uns öffnen sich immer mehr die Ötztaler- und Stubaier Alpen und wir sind beruhigt wie wir sehen, dass fast keine Wolke über dem Timmelsjoch zu sehen ist.
An der letzten Tankstelle vor dem Joch wird noch einmal voll getankt und jeder stellt sich die Frage, ob wir ohne Probleme die 2500 m bewältigen werden. Mit jedem Höhenmeter weitete sich der Blick auf die umliegende Bergwelt, begleitet von einem blauen Himmel mit wenigen Wolken.
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Ab 2000 m  merkte man schon, dass so manchem die Luft auszugehen droht aber am ende hat es jeder bis auf die Paßhöhe geschafft.

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Während sich die eine Hälfte einen Hochgebirgscafe gönnte, hielt die andere Hälfte die fantastische und beeindruckende Bergwelt in Bildern fest.

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Italien hinter uns und die Abfahrt ins Ötztal vor uns nahmen wir Kehre um Kehre und Kurve um Kurve,

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um ab Sölden langsam wieder Tempo zu machen und nach etwa einer Stunde erreichten wir dann Imst. Und wieder einmal müssen wir Tanken und wir sind uns sofort einig, dass die Weiterfahrt über das Hantenjoch geht. Kurz unter der Passhöhe biegen wir rechts ab und gönnen uns ein leckeres Mittagessen auf der Melkalpe Maldon,

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um dann frisch gestärkt das Joch zu nehmen und kurz darauf talwärts zu fahren.

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Das Tempo wird immer flotter und so erreichen wir auch schnell Reutte und anschließend Füssen. Jetzt heißt es den Bergen adieu zu sagen, in Marktoberdorf das letzte mal zu Tanken und ehe wir uns versehen haben wir Mindelheim erreicht. In Pfaffenhause trennen sich unsere Wege und wieder einmal steht für uns fest: Nach Südtirol ist vor Südtirol – wir kommen wieder.

Bernd L. (diavolo rosso)

Mit dabei waren:

Norbert    Vespa 150 GL
Martin    Vespa 200 Rally
Jürgen    Vespa Primavera 125
Bernd        Vespa P200E

Weitere Bilder und Infos zu uns gibt es auf www.vespaclub-ulm.de

oder auf Facebook unter Vespa Club Ulm.

GIRO DI ALTO ADIGE 2016

GIRO DI ALTO ADIGE 2016

GIRO DI ALTO ADIGE

26. – 29. Mai 2016

Der Vespaclub-Ulm in Südtirol

Wir haben hier für Euch wiedermal einen schönen Bericht von Bernd über unsere Aktivitäten und Treffen bei unserem alljährlichen Südtirol-Wochenende – 4 Tage voller Freude, Emotionen, Freundschaften, Pässe und Kurven – einfach herrlich!

Viel Spaß beim lesen! 🙂

 

Donnerstag 26. Mai 2016. Wir brechen voller Vofreude in ein wunderbares, verlängertes Wochenende nach Südtirol auf. Dieses mal sind wir mit 7 Vespas am Start – verladen auf Anhängern und einen Transporter.

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Unser Konvoi führt uns über die A7 nach Füssen, sind bereits um 7:00 Uhr durch den Grenztunnel nach Österreich und weiter über Reute nach Imst unterwegs. Ein kurzer Stopp zum Tanken, eine Autobahnvignette in die Windschutzscheibe geklebt und weiter geht es nach Landeck und über den Reschenpass nach Italien.

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Das Wetter ist wunderbar, der Schnee bedeckte Ortler weißt uns den Weg ins Vinschgau und es dauert nicht lange bis wir Meran erreichen. Die Vorfreude ist bereits bei jedem zum Greifen, die Sonne lacht bei 23°C und wir sind kurz nach halb Zwölf an unserem Wochenenddomizil angekommen.

Nach der herzlichen Begrüßung in unserer Stamm-Pension „Unteranger“ in Lana herrscht sofort reges Treiben. Zurrgurte lösen, die Roller ab- und ausladen, die Anhänger abhängen und parken. Keine Stunde später sind wir abfahrbereit und machen uns auf den Weg zum „Rielinger Hof“ auf dem Ritten, hoch über Bozen.

Es geht auf engen, kleinen Straßen durch Obstplantagen nach Terlan und über die alte Weinstraße erreichen wir schnell Bozen. Es ist jedes mal ein Genuss, wenn man die hektische, laute Stadt hinter sich lässt und wieder die herrliche Landschaft genießen kann. Voller Lust und Aufregung nehmen wir die ersten Spitzkehren unter die Räder und „erklimmen“, mit herrlichem Ausblick über Bozen hinweg bis fast ins Trentino, den Ritten.

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Von einer leckeren, Südtiroler Brotzeit gestärkt machen wir uns auf den Rückweg nach Lana, kühlen uns noch schnell im Pool ab und lassen den Tag in der örtlichen Pizzeria ausklingen. Die ersten 100 km machen wieder schnell Lust auf mehr!

Freitag 27. Mai 2016. Wir haben uns für heute viel vorgenommen, denn Norbert hat im Vorfeld eine wunderbare Tour geplant, die jedem von uns lange in Erinnerung bleiben wird (Danke Norbert!). Vor uns liegen 159 Kilometer abseits der normalen Touristenwege, Richtung Süden, hin zum Gardasee.Südtirol_2016_00035_MG_9012

Voll getankt starten wir direkt von Lana aus über den 1518m hohen Gampenpass nach Riva del Garda. Es geht über Fondo zum Lago di Santa Giustina

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und kurz nach Revo zwingt uns ein gerissener Kupplungszug zu einer Zwangspause. Nach kurzer Reparatur geht es eine halbe Stunde später schon wieder weiter auf der SS43 runter nach Maso Milano und von dort rechts ab auf die SS421und in engen Kehren hinauf nach Altspaur.

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Durch eine Atemberaubende Landschaft führt uns die kurvige Straße über Andalo nach Malfein und entlang des wunderschön gelegenen Lago di Molveno nach Villa Banale und auf der SS237 nach Sarche. Ab jetzt kann man den Gardasee förmlich riechen und ab Arco ist er auch schon zum Greifen nahe.

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Am herrschenden Verkehr wird einem schnell klar, was für eine Anziehungskraft der See auf die Menschen hat und auch wir sind glücklich, nach etwas über drei Stunden, unsere Vespas an der Uferpromenade von Riva bei rund 28°C und Sonnenschein zu parken.

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Ohne lang zu überlegen wird das Seewasser getestet, Postkartenmotive fotografiert, die Sonne genossen und jeder von uns freut sich einfach darüber, gemeinsam hier zu sein.

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Ein schönes Plätzchen zum Verweilen, etwas zu Essen und zu Trinken ist schnell gefunden und jeder genießt einfach den Moment und ganz neben bei wächst der Gedanke, in Zukunft einmal zusammen ein paar Tage hier am Gardasee zu verbringen.

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Die Anfahrt und unser Aufenthalt am See haben wir so sehr genossen, dass wir uns entschlossen haben, den schnelleren aber ebenso reizvollen Weg über Trento und das Etschtal zurück nach Lana zu nehmen. So kommen wir auch nach zwei Stunden in unserer Pension an, machen uns für den Abend frisch und sitzen pünktlich um 19 Uhr beim Abendessen. Wir lassen den einzigartigen Tag Revue passieren und genießen die gute Südtiroler Küche.

Was für ein Tag! Die Landschaft, die Erlebnisse, die Emotionen, das Gute Essen, der Wein und die letztlich einfach wunderschönen rund 270 km lassen die Schmerzen im Hintern schnell vergessen.

Samstag 28.Mai 2016. Heute ist Kontrastprogram angesagt. Im Vorfeld unseres alljährlichen Ausfluges nach Südtirol sind wir in Facebook auf ein Vespatreffen in der Nähe aufmerksam geworden. Der Wirt vom Hilberkeller in Kuens, oberhalb von Meran, zwischen Dorf Tirol und Schenna gelegen hat zum Vespatreffen geladen.

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Als wir dort eintreffen ist noch nicht sonderlich viel los, etwa 20 Vespas und eine übersichtlich gefüllte Sonnenterasse. Wir wurden bestens versorgt mit Gegrilltem und Getränken.

Nach köstlicher Stärkung und immer mehr kommendem und gehendem 2-Takt geknatter trafen immer mehr Vespas am Veranstaltungsort ein. Es war alles vertreten – von Jung bis Alt – bei Mensch und Vespa. Sonnenschein, nette Leute, lecker Essen, gute Stimmung und jede Menge Vespas zum Bestaunen – was will man mehr.

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Am Nachmittag ging es dann im Corso zum Schloss Tirol, aber nicht auf direktem Weg, sondern durch Meran, Gratsch und St. Peter und dann über die Kurvenreichste Strecke die es wohl um Meran herum gibt, hoch zum Schloss Tirol.

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_MG_9226Es war einfach grandios, mit ca. 70-80 Vespas dieses enge Sträßchen „italiensich“ 😉 hoch zu fahren und dann der grandiose Ausblick von oben auf das Etschtal – unbeschreiblich. Jeder der mit dabei war, weiß wovon wir reden.

_MG_9249 _MG_9251Ein riesen Kompliment an die Organisatoren an dieser Stelle –  Chapeau! Nach kurzem Aufenthalt ging es zurück zum Hilberkeller. Eine Verlosung mit super tollen Sachpreisen rundete den überaus gelungenen Tag ab. Ein Tag mit leider nur rund 80 km, aber tollen Vespas, netten Vespistis, Straßen und Plätzen von denen man sonst nur Träumen kann , sie mit der Vespa unter die Räder zu nehmen. Danke!

Sonntag  29. Mai 2016. Geplant war am Vormittag noch eine kleine Ausfahrt, am Mittag erst zu verladen, um den Rückreisestau zu vermeiden und die Heimreise anzutreten. Aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung, denn mittlerweile drückte das Schlechtwettergebiet von D und A über die Alpen nach Südtirol.

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Kurz vor unserem Start begann es dann zu Regnen und hörte leider nicht mehr damit auf. Wir entschlossen uns die Vespas doch gleich zu verladen und machten uns anschließend gemeinsam auf den Weg, im Konvoi wieder zurück nach Deutschland. Am Reschenpaß noch schnell eine Pizza und ein Espresso auf der intalienischen Seite und das war es dann schon wieder mit Südtirol und Italien. Wir kommen nächstes Jahr wieder – Versprochen.

Zum Gelingen beigetragen haben:

Norbert    (Sprint Veloce)
Martin      (Sprint Veloce)
Luki           (Sprint Veloce)
Freddy      (Rally 200)
Manu        (VNB)
Mirco        (GTS 300)
Bernd       (P200E)
Birgit        (Sozius)

Danke an:

Pension Unteranger Lana
www.unteranger.it

Hilberkeller Kuens
www.hilberkeller.eu

Weitere Bilder gibt’s auf
www.vespaclub-ulm.de/fotos

 

Anmerkung:

Hier in Deutschland sind die Straßen einfach zu gerade. 🙂

Danke Bernd für Deinen Bericht!

 

Vespaclub bei Radio7

Vespaclub bei Radio7

Im Rahmen der Entfeckertour durften wir unseren Club bei Radio7 vorstellen. Wir waren am Samstag 09.April 2016 zur Aufzeichnung bei Radio7.

Vor dem Interview liesen wir unsere Vespas mal ordentlich knattern damit alle Bescheid wussten dass wir da sind. Sorry an die Radio 7 Nachbarn hierfür. ?

Linda Borrmann führte durch das Interview und dann ging es mit Ihr auf unseren Vespas auf eine kleine Spritztour durch Ulm. Fotos von der Aktion gibt es natürlich auch hier.

Ihr könnt das Interview am 11.04.2016 und 13.04.2016 zwischen 16:00 und 20:00 Uhr in Ihrer Show auf Radio7 hören. Falls nicht, könnt Ihr den Mitschnitt auch gerne nochmals nachhören.

Danke Radio7!

 

Hier noch der Link zur Radio7-Website.


3 Länder – 4 Tage – 5 Pässe – 1000 km

Mit der Vespa nach Südtirol

Ein toller Erlebnisbericht von Bernd von seiner Vespa-Tour über das Timmelsjoch (2.509 m ü. NN) nach Meran mit schönen Strecken dort und zurück über das Stilfserjoch (2.758 m ü. NN).

Zur Nachahmung dringend empfohlen!

Vielen Dank Bernd!!!
3 Länder – 4 Tage – 5 Pässe – 6 coole Vespisti – 1000 Kilometer

Donnerstagmorgen, 06:30 Uhr, es ist bedeckt und nicht sonderlich warm. Das Navi eingeschaltet, den Motor angekickt und los geht’s.  

  

Meine Route führt über Mindelheim, Kaufbeuren, Marktoberdorf. In Füssen steht dann schon der erste Tankstop an, bevor es über die Grenze nach Österreich Richtung Fernpass geht. Es ist wenig los auf den Straßen und ich komme flott voran. Bevor es in Imst links ab geht nach Sölden, tanke ich nochmals, um ohne Probleme über das Timmelsjoch zu kommen.

Bis dahin kenne ich die Strecke wie meine Westentasche, aber ab dem Ötztal befahre ich Neuland. Landschaftlich wunderbar steigt das Tal bis Sölden sanft an, um dann ab Zwieselstein in engen Kehren durch eine atemberaubende Bergwelt hoch zur Passhöhe am Timmelsjoch zu führen.

  

2508 m ü. NN, das Timmelsjoch: ein wahnsinns Gefühl und was für ein Panorama. Ein bisschen unwohl war mir schon, da ich mir nicht sicher war ob ich mit meiner alten Dame (Vespa P200E Bj. 1981) überhaupt hochkomme. Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt schnell ein paar Fotos gemacht und dann gleich weiter über die italienische Grenze Richtung Meran.

 Mit jeder Spitzkehre, sanften Kurve und jedem Höhenmeter, den es talwärts ging, wurde das Wetter besser und die Temperaturen stiegen merklich an.

Ab St. Leonhard läuft es beschwingt bis nach Meran durch das wunderbare Passeier Tal und von dort aus direkt nach Lana, wo meine Freunde vom „Vespaclub Ulm“ bei einem Südtiroler Rotwein auf mich warten. Gepäck abladen, Zimmer beziehen und kurze Hose an, denn hier hat es herzerwärmende 30° C, welche uns die ganzen 4 Tage begleiten.

Gleich am Nachmittag geht es auf die erste Tour durch Apfelplantagen und Weinberge, vorbei am Kalterer See nach Tramin und zurück nach Kaltern, um am Marktplatz einen leckeren Cappuccino und das „dolce far niente“ zu genießen.

  

Der erste Tag endet in Lana bei einer sehr leckeren Pizza, lustigen Geschichten und Gesprächen rund um die geliebte Vespa.

Freitagmorgen, 08:30 Uhr, Frühstücksbuffet, frische Croissants, duftender Café und Sonnenschein. Was will man mehr? Ein Stunde später sitzen wir wieder auf unseren Vespen und sind startklar für eine der schönsten Touren die ich je gefahren bin.

 

Die Route führt uns nach Meran und von dort steil nach oben nach Hafling.

  

Hoch über dem Etschtal geht es bei einem wahnsinns Panorama über Vöran –  Mölten – Verschneid und wieder runter nach Terlan. Bei der Abfahrt wird mir schnell klar, dass ich am Vortag vom Timmelsjoch, meine hinteren Bremsbeläge verbrannt und kaum mehr Bremswirkung habe.

  

So führt uns der Weg nach Bozen ins Industriegebiet zu einer Vespawerkstatt, in der wir kurzerhand die Beläge wechseln. An einer anderen Vespa noch schnell den Vergaser eingestellt, dann geht es aus Bozen heraus und hoch auf den Ritten nach Siffian.

Schnell kehrt wieder Ruhe ein, die Hektik Bozens langsam vergessen, geht es Höhenmeter um Höhenmeter nach oben. Immer öfter wird der Blick frei auf den Schlern, das Wahrzeichen Südtirols, den Rosengarten und den Latemar, der sich oben angekommen im vollen Panorama vor uns öffnet.

  

Solch eine Landschaft kann man nur auf einer Vespa und mit guten Freunden genießen. Ein Geheimtip – ohne Ortskenntnisse niemals zu finden –  führt uns zum „Rielinger Hof“. Selbst gemachter Käse und Speck, heiße Kartoffeln und Schüttelbrot in dieser urtümlichen Umgebung zu genießen ist schon etwas Besonderes und sucht seinesgleichen.

    

Bevor es über Bozen und die alte Weinstraße zurück nach Lana geht, noch schnell Aufstellung zum Gruppenfoto mit Vespa, Vespisti und dem Schlern im Hintergrund.

 

Einen würdigen Ausklang findet dieser Tag in der „Buschenschenke Rebmannkeller“ in Lana bei leckeren Südtiroler Spezialitäten.

Samstagmorgen, 08:30 Uhr, Sonnenschein. Wir haben alle sehr gut geschlafen  und wieder beginnt ein herrlicher  Tag mit einem leckeren Frühstück in der „Pension Unteranger“ in Lana. Heute wollen wir zunächst auf Einkaufstour gehen. Auf dem Einkaufszettel stehen Südtiroler Speck, Käse, Wein und Obstler für die Daheimgebliebenen im kalten Deutschland. Laut Auskunft ist es in der Heimat kalt und regnerisch und unser Heimweh hält sich dadurch in Grenzen. Gegen 11 Uhr laufen die Motoren, ersten Gang eingelegt, Kupplung kommen lassen und los geht es zur nächsten Tour durch das „Alto Adige“.

Zunächst ging es wieder über Nals – Andrian – St. Pauls – Eppan – Kaltern nach Tramin wo wir zum Mittagessen im „G`würzerkeller“ einkehrten.

  

Frisch gestärkt und nach einem kurzen Tankstop ging es dann quer über das Etschtal nach Auer, wo wir schon von Weitem die steil ansteigenden Serpentinen hoch nach Cavalese sehen konnten. Allerdings bogen wir, oben angekommen, schon vorher ab in Richtung Aldein, und über Petersberg gelangten wir dann nach Deutschnofen. Auf knapp 1400 m ü. NN gab es dann im örtlichen Cafe Cappuccino, Eiscafe oder Eis und es dauerte nicht lange bis die einheimischen Vespafahrer von uns Wind bekamen und ein interessanter Austausch über den Kultroller statt- fand. 

  

  

Dieses mal der Latemar und dem Rosengarten auf Tuchfühlung richtig nahe, ging es auf der SS241 mit rasantem Tempo runter nach Bozen,  auf der alten Weinstraße nach Meran und über Algund und Marling zurück nach Lana. Was für ein Tag, was für Eindrücke! Der letzte Abend unseres Italientrips muss natürlich mit einer leckeren Pizza gewürdigt werden und so lassen wir diesen fantastischen Tag in der Pizzeria in Lana ausklingen.

Sonntagmorgen, 08:30 Uhr, Tag der Abreise. Wir sitzen alle beim Frühstück und sind immer noch benommen von den Eindrücken der letzten drei Tage. Während meine Freunde ihre Vespas auf Hänger und Transporter verladen haben, bin ich als einziger auf der Vespa angereist und werde auch auf dieser wieder nach Hause fahren. Gepäck gepackt und sicher auf meiner treuen, alten Dame verstaut, besprechen wir noch meine Route und kurz nach 09:00 Uhr geht es dann für mich alleine los. Zunächst wird noch voll getankt und meiner ersten Etappe steht nichts mehr im Wege. Diese soll durch das Vinschgau, mit einem kleinen und für mich sehr abenteuerlichen Abstecher zum Reschenpaß gehen. Nach knapp einer Stunde Fahrt biege ich in Spondigna links nach Prad ab, tanke nochmal voll und dann geht es durch 48 Kehren hoch auf das Stilfserjoch.

Werde ich auch diesen Pass hochkommen? Immerhin ist er nochmal über 270 m höher als das Timmelsjoch.


Ein mulmiges Gefühl begleitet mich und es wechselt sich ständig ab mit den Bildern der überaus beeindruckenden Bergwelt am Ortlermassiv. Man muss aufpassen, nicht nur auf die Straße, sondern auch auf die Fahrrad-, Auto- und Motorradfahrer achten. Was für ein Wahnsinn, was für ein Erlebnis, was für eine atemberaubende Landschaft. Kehre für Kehre und Meter für Meter geht es nach oben und die Luft wird immer dünner.
 

Ich werde zwar mit jedem Höhenmeter langsamer und die Kraft des Motors lässt immer mehr nach, aber nach einer Stunde erreiche ich die Passhöhe auf 2758 m ü. NN.

  

Es ist verdammt kalt (-2° C) und es beginnt zu schneien. Die Sicht ist nicht besonders, aber ich bin überwältigt von der Landschaft und darüber, hier oben zu stehen. Schnell ein paar Fotos gemacht und einen Aufkleber gekauft und schon geht es auf der anderen Seite bergabwärts. 250 m tiefer verlasse ich die Straße Richtung Bormio und biege nach links auf den Umbrailpass (2505 m ü. NN) ab.  

 

Auf Passhöhe befindet sich die Grenze zur Schweiz und die Talfahrt ist nicht weniger spektakulär und Kurvenreich, aber sanfter und gemütlicher. Unten wieder angekommen und ein paar Kilometer weiter bin ich wieder auf italienischer Seite und lege in Glurns einen kurzen Zwischenstop ein, um dann meinen vorletzten, den Reschenpass zu meistern. Am Reschensee noch schnell ein Foto mit dem bekannten Kirchturm im See, meiner Vespa und mir und dann weiter, denn es beginnt zu regnen.

 Bis nach Lermoos lief alles wie geschmiert und dann am Eingang vom Lermooser-Tunnel ging nichts mehr. Umdrehen, Tunnel umfahren, freuen und dann der Fernpass – Stillstand. Dort habe ich über eine Stunde verloren, bis es dann über Reute – Füssen – Kaufbeuren nach Hause ging.

Sieben Stunden Fahrzeit und wahnsinnige Nackenschmerzen – das war es aber wert. Diese vier Tage waren mit das Schönste, was ich je erleben durfte und ich bin mir sicher, es war nicht das letzte Mal.

Mein Dank gilt Norbert, Martin, Freddy, meinem Namenskollegen Bernd und Manu und vor allem meiner Vespa, da sie das alles so brav mit gemacht hat.

Danke